Pop-Art (Popart, engl.: Pop-art)

DIe Pop-Art ist in den 1960ern entstanden. In Amerika und England hat sich die Pop-Art in unterschiedliche Richtungen entwickelt.
Ausgehend von der Malerei hat die Pop-Art Einfluß auf die unterschiedlichen Kunststile genommen. Im Bereich Graphik, Graphik, Architektur, aber auch in den Richtungen ausserhalb der Bildenden Kunst wird im Stil der Pop-Art gewirkt.
Herkunft und Bedeutung des Begriffes ist nicht unumstritten. In der Mehrheit wird bei der Herkunft des Begriffs Pop-Art von dem Bild des englischen Malers Richard Hamilton ausgegangen, der 1956 auf einer Collage “Just what is it that makes todays´ homes so different, so appealing?” (engl.: was macht heute Wohnungen so anders, so wohnlich?) einen Tennisschäger darstellte, auf dem das Wort “Pop” stand und eiegentlich auf das Geräusch des auf den Schläger treffenden Balls hinweisen sollte. Der britische Kunsthistoriker Lawrence Alloway soll den Bezug von Text und Bildstil hergestellt haben.
Eine andere Meinung geht von einem Zusammenhang mit dem Wort “popular” (engl. populär) aus, da die Bilder der Pop-Art aktuelle Motive der Alltagsrealität bildlich darstellt.
Pop-Art war in den 1960ern der vorherrschende Kunststil, der oft auch als Antikunst bezeichnet wurde, die sich trivialisiere, weil sie zu sehr ihren Schwerpunkt auf gegenständliche Abbildung mit begrenzter Eigenleistung lege.
Die Pop-Art-Künstler selbst verstanden sich als Gegenbewegung zum ungegenständlichen abstrakten Expressionismus und dem Konstruktivismus. Realistische Abbildungen von Menschen und Gegenständen in irrealen Zusammenhang zu bringen und damit Ironie und Persiflage zu erzeugen war ihr Ziel. Dies sowie Witz, Verspieltheit und Flüchtigkeit sollten zusammen zum Ausdruck gebracht werden. Dieser Richtung des Pop-Art war eher die englische Ausrichtung verpflichtet.
In Amerika enthielt die Pop-Art mehr Kritik. Die amerikanische Pop-Art griff verstärkt die Waren-und Konsumwelt, das Massenprodukt, die Werbung mit Announcen, Plakaten u.ä., Comics, die Welt der Jugendlichkeit und die Welt des Supermarktes auf und stellte sie als “Idiole” dar, die aus der Aufbereitung durch den Künstler als Fetische gesellschaftlichen Lebens auffallen sollten. Der amerikanische Pop-Art tendierte mehr zur Abwehr der Malerei des Abstrakten Expressionismus und fühlte sich mehr den Ready-mades von Marcel Duchamp verbunden.
Die Pop-Art machte die banale Warenwelt bildwürdig, sie wurde zum Kunstwerk erklärt. Folglich war im Umkehrschluß die Lebenswelt aus Sicht der Pop-Art-Künstler selbst künstlich. Die Struktur der Konsumgesellschaft wurde hinterfragt, so durch Andy Warhols Campells Suppendosen in Serienbildern von 1965, Roy Lichtensteins Comics-Einzelbildern in Wand-Gemälde-Größe, die den Anklang an billige Druckerzeugnisse durch die als Werkmittel eingesetzten Rasterpunkte hatten. Zu nennen sind auch Robert Rauschenbergs Materialobjekte und Jasper Johns “Flag above White” (1954), bei dem die amerikanische Nationalflagge als völlig wirklichkeitsgetreues Abbild auf weißem Hintergrund gemalt war.